Amrumhaus
Unser Friesenhaus am Holländerdeich in Fahretoft hat eine lange Geschichte.
Vermutlich 1633 soll das Grundstück im Zuge der Eindeichung des "Bottschlotter Tiefs" entstanden sein. Erste Aufzeichnungen sind im Brandkataster von 1780 zu finden. Damals gehörte noch ein abseits stehendes Backhaus zum Gebäude, das ebenfalls bewohnt war.
1842 ist das Haus als "Armenhaus" für Obdachlose und Landstreicher genutzt worden. Im 1. Weltkrieg diente es der Unterbringung von Kriegsgefangenen. 1958 nannte man es "Arbeitshaus", vielleicht weil der Begriff "Armenhaus" einen schlechten Klang hatte.
Irgendwann wurde die Betreuung der Obdachlosen Sache der Kommune und es muss vom kirchlichen in den Gemeindebesitz übergegangen sein. Man vermutet, dass es auf Grund eines schlichten Schreibfehlers vom "Armenhaus" zum "Amrumhaus" mutierte.
Die Außenfassade samt der Deichumgebung stehen unter Denkmalschutz. Der Frontgiebel ist zum Teil noch in Lehm gemauert, alter Querverband. Insgesamt hat das Grundstück eingezäunte 700 qm.